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Liebe Halter, auf dieser Seite möchte ich nette Geschichten rund um den Hund einstellen. Wenn auch Ihr eine Story habt, schickt sie mir ich bringe die Geschichte gerne auf die Seite.




Wanja und die Maus im Schrank

Wanja war an einem Tag total an dem Wohnzimmerschrank interessiert wie sie es sonst nur an Mauselöchern ist. Nachdem ich ihr den Schrank geöffnet hatte fing sie an den gesammten Inhalt des Schrankes heraus zu räumen bis zur letzten CD. Bei den Regalbrettern musste ich natürlich helfen. Leider blieb ihre Suche erfolglos. Zu Wanjas Ehrenrettung muss ich allerdings sagen, dass ich ein wenig Mäusekot in dem untersten Teil des Schrankes fand. Kurzfristig hatten wir wohl über die Terasse einen unliebsamen Besucher. Auf jeden Fall fand Wanja die Aktion klasse.

Jessika

Irgendwann erhielt ich spät am Abend einen aufgeregten Anruf einer älteren Dame aus Oberhausen. Ich nenne sie einfach mal Frau Ungarn. In hartem gebrochenen Deutsch schilderte mir Fr. Ungarn ihr Anliegen. Ihre Jack-Russel Hündin hätte ein nicht mehr vertretbares Verhalten. Familienmitglieder wurden von dem Hund gestellt und gebissen. Eine Hose eines Neffen wäre auch schon auf der Liste der Abschreibungen, die Putzfrau käme  nur noch, wenn die Halterin mit dem Hund spazieren ging. Kurz: der Hund sei nicht mehr händelbar. - Am nächsten Tag fuhr ich zu diesem neuen Notfall. Nach dem Schellen hörte ich auch sofort wütendes Bellen hinter der Tür. Nach dem Öffnen schoss eine kleine süße Jack-Russel Hündin wütend auf mich zu und umkreiste mich laut kläffend. Ohne den Hund zu beachten ging ich zu Fr. Ungarn und begrüßte sie. “Herrr Stieberrr jetzt sehen sie mein Prrrroblem icchh habe einen Kampfhuund“. Ich konnte nicht anders: ich musste laut lachen. Wir gingen ins Wohnzimmer, immer umkreist von Jessika, die unentwegt geiferte, bellte und knurrte. Als die Dame mir einen Sessel anbot, sprang  Jessika sofort auf den Sessel, um ihn zu verteidigen. Ich machte es kurz, schmiss sie einfach wortlos raus und setzte mich. Das verblüffte Gesicht von Hund und Halter war gleichermaßen schön. Fr. Ungarn setze sich auch, der Hund sprang auf meinen Schoß und rollte sich zusammen. Ein verblüfftes Gesicht und betretenes Schweigen auf Seiten der Halterin. Bei einer Tasse Kaffee hörte ich mir dann Jessikas Geschichte an. Sie war als Second -Hand-Hund zu Fr. Ungarn gekommen. Anfangs ging alles gut; dann bestimmte nach und nach Jessika immer mehr das Geschehen. Ich erfuhr aber auch, dass Jessika nie eine Ausbildung genossen hatte und was noch viel schlimmer war, sie kannte nur ein Stück Strasse von ca. einem km, den  Frau Ungarn immer hinauf und hinunter ging. Also vereinbarten wir einen normalen Unterricht. Da Frau Ungarn kein Auto hatte, holte ich sie samt Jessika am nächsten Tag ab und wir fuhren nach Oberhausen in den Kaisergarten. Freilauf von Hunden ist dort nicht erlaut; aber wir einigten uns: kriegen wir ein Knöllchen, machen wir "halbe halbe". Noch ein tiefer Seufzer von der Halterin, ein “Herrrr Stieberrr, werrde icch Jessika jemals wieder sehen“, dann ließ sie Jessika von der Leine. Jessika schoss von dannen und raste mit einer irren Geschwindigkeit immer und immer wieder die Wiese hinauf und hinunter bis sie völlig erschöpft war. Nach einer  Pause ging es ohne Leine weiter und wir begannen mit dem Unterricht. Jessika zeigte sich als überaus gelehrig und lernte in wenigen Stunden Sitz, Platz, Fuß laufen und sie kam dann auch immer zuverlässig zurück, wenn wir sie riefen. Frau Ungarn hatte ein Einsehen und fuhr nach meinen Ermahnungen dann häufiger mit dem Bus in den Kaisergarten und ließ Jessika zumindest an der Langlaufleine toben. Dank ihrer neuen Bewegungsmöglichkeiten wurde Jessika auch im Haus umgänglich. Eine Sache hatte Jessika sich aber durch das Training angewöhnt. Immer wenn Frau Ungarn mit den Hund vor dem Haus nach dem Unterricht ausstieg, schrie Jessika wie am Spieß bis mein Auto außer Sichtweite war. Sie wollte einfach wieder mitfahren.


In einer der letzten Unterrichtstunden rannte Jessika wieder fröhlich im Gelände herum. In der Nähe war ein Tümpel, der völlig von Wasserlinsen übersäht war und so wie eine einzige grüne Wiese aussah. Jessika sprang fröhlich auf die vermeindliche Wiese und stand wie erstarrt bis zum Bauch im Wasser. Vor lauter Schreck ob des unbekannten Elements, rührte sie sich nicht von der Stelle. Ich holte die Kamera raus und schoss noch schnell ein Foto, bevor ich sie rief. Meine Stimme holte sie aus ihrer Erstarrung und schnell kam sie zu mir, schüttelte sich kurz und mit gewohntem Elan ging es weiter. Ich musste allerdings die Halterin davon überzeugen, dass Jessika nicht totkrank werden würde. Der Unterricht mit Jessika war immer eine Freude.  In der vorletzten Stunde gingen wir im Kaisergarten Richtung Kanal. Auf dem Weg sagte mir Frau Ungarn “Herrr Stieberrrr Jessika und icch werden sie verrrmissen wenn Unterrrricht ist vorbei“.  Plötzlich war Jessika verschwunden. Schnell gingen wir vorwärts und kamen zum Kanal. Dort platschte eine hektische Jessika im Wasser herum und wusste nicht was geschehen war. Ich versuchte Jessika zu einer der Leitern in den Spundwänden zu locken; aber da Frau Ungarn nur immer schrie “Jessika Jessika Jessika meine Jessika wirrd sterrrben“ und sich nicht beruhigen konnte, konnte ich den Hund nicht fortlocken. Mit Hilfe eines Fremden gelang es mir dann doch noch Jessika zu bergen; auch wenn ich dabei bis zu den Oberschenkeln nass wurde. Auf bekannte Art und Weise schüttelte sich Jessika kurz und sprang wieder davon. Nachdem ich das Wasser aus meinen Stiefeln geschüttet hatte gingen wir dann schnell Richtung Auto damit Jessika getrocknet werden konnte. Auf einmal hörte ich neben mir einen tiefen Seufzer und dann den Satz “Herrr Stieberrrr, icch glaube icch bin frroh wenn Unterrricht ist vorbei“.    Halter, die später zu mir in den Unterricht kamen, erzählten mir, dass Frau Ungarn häufig, wenn auch angeleint, mit Jessika im Park war.

Lucky


Hallo Werner, hier eine kleine Geschichte: Ich versuche, Lucky ein
paar Tricks beizubringen. Als letztes habe ich ihm das "Sprechen"
beigebracht. Ich bewege dazu meine Hand auf und zu
und sage: "Sprechen!" Er sitzt dann vor mir und redet. Dabei klappt der Unterkiefer immer auf und zu... und er quasselt. Es ist eine Mischung zwischen Winseln, Heulen und Bellen. Das ist zum Schreien. Er redet und redet und bekommt dann seine Belohnung. Manchmal wenn er seinen Ball will oder sonst seinen Willen nicht bekommt, versucht er sich das mit Reden zu erzwingen. Letztens hab ich dann versucht, ihm "Toter Hund" beizubringen. Und weil er absolut nicht wusste, was ich von ihm wollte, fing er an zu quasseln wie ein Waschweib. Da es dafür keine Belohnung gab, hörte er einfach nicht auf. Ich konnte vor Lachen nicht mehr weitermachen. Ich kann gerne versuchen, dies mal auf einem kleinen Video festzuhalten und schicke dir das dann.
Viele Grüße
Anne